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Keinen Millimeter
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Franz Fiala macht großartige Arbeit für die Freunde des SCR. Bei dem täglichen output kann ich die Anzahl der Stunden nur erahnen, die er der Rapidfamilie spendiert. Daran kann und will ich nicht rütteln.

Doch ganz ohne Kritik gelingt mir das Lob nicht. Lange hab ich mit mir gerungen, ob ich das Thema anrühren soll oder nicht. Lieber Franz, ich teile viele Meinungen mit dir, aber nicht die, ob man Antisemitismus gegenüber tolerant sein soll oder nicht.

Deiner Argumentation nach, solle man doch ein Auge zudrücken, wenn es um Rufe aus dem Publikum a la „Judenschweine“ geht. Wenn ich es recht verstanden haben, dann deshalb, weil die Rufer zumeist nicht wüssten, was sie da eigentlich täten. Außerdem wäre das „milieubedingt“, damit vom antisemitischen Kontext befreit.

Dem kann ich mich nicht anschließen. Wer lauthals andere rassistisch beschimpft, weiß, was er tut und welche Bedeutung sich dahinter verbirgt. Wenn nicht, dann ist es höchste Zeit, dass er sich darüber Gedanken macht. Die vermeintliche Entschuldigung a la „sie wissen ja nicht, was sie tun“ ist ein Bärendienst, weil sie eine geistige Umnachtung nahelegt. Antisemitismus hat auch auf den Rängen nichts zu suchen. In keiner Liga, in keiner Spielklasse.

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