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Rückendeckung
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Wenn se der ned aufn Rosn verspringt, is a drin!  Mein Aboplatz auf der Nord hat Zweikanalton. Der Hinter-mir-Sitznachbar erklärt seiner Begleitung unüberhörbar das Spiel. Immer. Dass das Gehör ein Sinnesorgan ist, dass man nicht schließen kann, wird mir wieder schmerzlich bewusst. Kapuzen helfen nicht.

Die Anatomie eines Kommentars sieht so aus: Joelinton dribbelt sich an die Strafraumgrenze. Schiaß! Joe schießt nicht, bleibt hängen. I hob’s jo eh gsogt! Nach einer Denkpause erklärt er dem Freund die Welt: Wenn er schiaßt, is er drin!

Ich hab versucht, es positiv zu sehen, vielleicht könnte ich ja etwas dabei lernen. Beispiel? Ich weiß, warum Büskens ein schlechter Trainer war: Der Piefke steht nedamoi auf vom Bangl beim Spü!, bei Canadi hingegen war die Anfangseuphorie explizit ausgesprochen: siagst, der steht auf beim Coachn. Des is guata, wirst sehen!

Warum diese Saison so Scheiße verläuft? Ich weiß es! Die alte Hymne trägt Schuld daran: Seit ma de spün, rennt’s nimma! I hob dem Marek owa eh scho an Briaf g’schickt

Ich weiß auch, wann der beste Zeitpunkt für Gegentore ist: i kriag’s liawa glei, stott in der 85. Minuten. Jeder verliert auf seine Weise. So geht das spielein-spielaus, Erhellendes war bisher nicht dabei. Einmal war es mir zu viel, ich hab mich umgedreht und ihm wortlos ins Gesicht gestarrt. Ich bin jetzt sicher, das Blicke zwar nicht töten können aber das mit der Salzsäule ist keine Mär. Zumindest hielt die Ruhe bis zum Schlusspfiff.

Meistens kommt Stuss von hinten. Nur gestern, da hat er eine Wahrheit ausgesprochen, die mich eiskalt erwischt hat: Wenn’s ned geht, dann geht’s halt ned.

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